Ein Permanent Make-up soll den Alltag erleichtern und Konturen betonen, die sonst täglich nachgezogen werden. Der Gedanke klingt bequem, die Entscheidung will jedoch gut überlegt sein. Denn anders als dekorative Kosmetik lässt sich eine Pigmentierung nicht einfach abends wieder abnehmen.

Dieser Beitrag beschreibt, wie ein Permanent Make-up abläuft, was im Vorgespräch geklärt wird und worauf es in der Zeit danach ankommt. Sie erfahren außerdem, welche Fragen Sie stellen sollten und welche Erwartungen realistisch sind. Ein Behandlungsergebnis lässt sich nicht garantieren, denn die Haut jedes Menschen reagiert individuell.

Was Permanent Make-up eigentlich ist

Beim Permanent Make-up werden Farbpigmente in die oberen Hautschichten eingebracht. Technisch ähnelt das Vorgehen einer Tätowierung, es wird jedoch flacher und mit feineren Nadeln gearbeitet. Dadurch bleibt das Ergebnis nicht dauerhaft in gleicher Intensität bestehen, sondern verändert sich mit der Zeit.

Typische Bereiche sind die Augenbrauen, der Lidstrich und die Lippenkontur. Die Gestaltung reicht von sehr zurückhaltend bis deutlich sichtbar. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Gesicht, Ihrer Haut und Ihrem Geschmack ab und wird im Vorgespräch besprochen.

Wichtig ist eine nüchterne Sicht auf das Verfahren. Ein Permanent Make-up ist eine kosmetische Behandlung und kein medizinischer Eingriff mit garantiertem Resultat. Wie sich Farbe und Kontur entwickeln, hängt von Hauttyp, Lebensweise, Sonneneinstrahlung und Pflege ab.

Der Unterschied zur klassischen Tätowierung

Eine klassische Tätowierung wird tiefer gestochen und bleibt deshalb sehr viel länger deutlich sichtbar. Ein Permanent Make-up sitzt flacher in der Haut und verblasst nach und nach. Wer sich dessen bewusst ist, plant von vornherein eine Auffrischung ein, statt von einem unveränderlichen Ergebnis auszugehen.

Warum die Farbe sich verändert

Pigmente werden vom Körper langsam abgebaut, und die Haut erneuert sich fortlaufend. Zusätzlich wirken Sonne, Pflegeprodukte und der individuelle Stoffwechsel auf das Ergebnis ein. Farbveränderungen sind daher normal und kein Zeichen für eine fehlerhafte Arbeit.

Das Vorgespräch und die Vorbereitung

Jede seriöse Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei werden Wünsche, Hautbeschaffenheit, Vorerkrankungen, Medikamente und mögliche Allergien besprochen. Auch frühere Pigmentierungen oder Narben im Behandlungsbereich spielen eine Rolle, weil sie die Farbaufnahme beeinflussen können.

Anschließend wird die Form vorgezeichnet. Diese Vorzeichnung ist der wichtigste Moment der ganzen Behandlung, denn erst wenn Sie im Spiegel zustimmen, wird gearbeitet. Nehmen Sie sich hier Zeit und äußern Sie Änderungswünsche offen. Eine Korrektur auf dem Papier ist einfach, eine Korrektur in der Haut ist deutlich aufwendiger.

Zur Vorbereitung gehört außerdem, blutverdünnende Einflüsse zu vermeiden und die Haut im Behandlungsbereich nicht zu reizen. Verzichten Sie vor dem Termin auf intensive Sonnenbäder, Peelings und aggressive Pflegeprodukte. Bei Einnahme von Medikamenten oder bestehenden Erkrankungen ist eine ärztliche Rücksprache sinnvoll.

So läuft die Behandlung ab

Nach der abgestimmten Vorzeichnung wird die Haut gereinigt und ein oberflächlich wirkendes Betäubungsmittel aufgetragen. Danach beginnt die eigentliche Pigmentierung. Gearbeitet wird in mehreren Durchgängen, damit sich Farbe und Kontur schrittweise aufbauen lassen und nicht zu viel Pigment auf einmal eingebracht wird.

Das Empfinden ist individuell. Die meisten Menschen beschreiben ein Kratzen oder Ziehen, das gut auszuhalten ist. Melden Sie sich, wenn es unangenehm wird, denn Pausen sind jederzeit möglich.

Unmittelbar nach der Behandlung wirkt das Ergebnis kräftiger und die Konturen erscheinen deutlicher als später. Eine leichte Rötung oder Schwellung im behandelten Bereich ist normal. Erst nach vollständiger Abheilung zeigt sich, wie das Ergebnis tatsächlich wirkt.

Warum ein zweiter Termin dazugehört

Die Haut nimmt Pigmente unterschiedlich an, und beim Abheilen verliert sich ein Teil der Farbe wieder. Deshalb gehört ein Nacharbeitstermin zum normalen Vorgehen. Dort werden Lücken ausgeglichen und die Form feinjustiert. Erst danach lässt sich das Ergebnis sinnvoll beurteilen.

Hygiene erkennen Sie an Details

Achten Sie darauf, ob steril verpackte Einwegnadeln vor Ihren Augen geöffnet werden, ob Handschuhe getragen und gewechselt werden und ob Arbeitsflächen abgedeckt sind. Auch eine schriftliche Aufklärung und eine dokumentierte Einwilligung gehören dazu. Wer hier sorgfältig arbeitet, tut es meist auch beim Pigmentieren.

Die Pflege nach dem Permanent Make-up

Die Pflege entscheidet mit darüber, wie gleichmäßig das Ergebnis abheilt. Der behandelte Bereich sollte sauber und trocken gehalten und nur mit dem empfohlenen Pflegemittel versorgt werden. Reiben, Kratzen und das Ablösen von Schüppchen sind zu vermeiden, weil dabei Pigment mit entfernt wird.

Während der Abheilung gilt Zurückhaltung bei allem, was die Haut aufweicht oder stark reizt. Dazu gehören Sauna, Schwimmbad, ausgiebige Sonnenbäder, Solarium und Peelings. Auch dekorative Kosmetik bleibt in dieser Zeit besser vom behandelten Bereich fern.

Später ist ein konsequenter Sonnenschutz die beste Pflege. Sonneneinstrahlung lässt Pigmente schneller verblassen und verändert den Farbton. Wer den Bereich schützt, erhält ein gleichmäßigeres Bild über einen längeren Zeitraum.

Wie eine Pigmentierung geplant, durchgeführt und begleitet wird, erklären wir Ihnen gern ausführlich. Einen ersten Eindruck über die Vorgehensweise und die möglichen Bereiche vermittelt . Alles Weitere klären wir im persönlichen Gespräch, damit Ihre Erwartungen und die Möglichkeiten der Haut zusammenpassen.

Grenzen, Risiken und realistische Erwartungen

Ein Permanent Make-up kann den Alltag erleichtern, es verändert jedoch nicht die Gesichtsstruktur und ersetzt keine Hautpflege. Wie kräftig die Farbe wirkt und wie lange sie sichtbar bleibt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Zusagen zu einem bestimmten Resultat oder einer bestimmten Dauer sind unseriös.

Wie bei jeder Behandlung, die die Hautbarriere durchbricht, bestehen Risiken. Dazu zählen Reizungen, Entzündungen und in seltenen Fällen allergische Reaktionen. Sorgfältige Hygiene, geprüfte Materialien und eine gute Aufklärung senken das Risiko, schließen es aber nicht aus.

Bei bestimmten Erkrankungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Hautveränderungen im geplanten Bereich wird nicht behandelt oder zuerst ärztlich abgeklärt. Sprechen Sie solche Punkte offen an. Eine Absage aus fachlichen Gründen ist ein Qualitätsmerkmal und kein schlechter Service.

Die Entscheidung in Ruhe treffen

Eine Pigmentierung sollte nie unter Zeitdruck entstehen. Wer kurz vor einem wichtigen Anlass zum ersten Mal behandeln lässt, geht ein unnötiges Risiko ein, denn die Abheilung braucht ihre Zeit und das Ergebnis zeigt sich erst danach. Planen Sie den Termin deshalb mit ausreichend Abstand zu Urlaub, Feiern oder anderen Ereignissen.

Nehmen Sie sich außerdem Zeit für die Auswahl der Fachkraft. Lassen Sie sich abgeheilte Arbeiten zeigen, fragen Sie nach der Ausbildung und nach der Erfahrung mit dem gewünschten Bereich. Ein gutes Gespräch erkennen Sie daran, dass Grenzen ebenso deutlich benannt werden wie Möglichkeiten.

Und schließlich lohnt sich Zurückhaltung beim Stil. Eine dezente Form lässt sich später verstärken, eine zu kräftige Arbeit lässt sich nur mit Aufwand abschwächen. Wer klein anfängt, behält die Gestaltungsfreiheit auf seiner Seite.

Wie eine Pigmentierung geplant, durchgeführt und begleitet wird, erklären wir Ihnen gern ausführlich. Einen ersten Eindruck über die Vorgehensweise und die möglichen Bereiche vermittelt unser Angebot für Permanent Make-up. Alles Weitere klären wir im persönlichen Gespräch, damit Ihre Erwartungen und die Möglichkeiten der Haut zusammenpassen.

Checkliste vor Ihrem Termin für ein Permanent Make-up

Diese Punkte helfen Ihnen, gut vorbereitet in das Vorgespräch zu gehen und die richtigen Fragen zu stellen.

  • Klären Sie für sich, welchen Effekt Sie möchten und wie zurückhaltend das Ergebnis wirken soll.
  • Nennen Sie Vorerkrankungen, Allergien und eingenommene Medikamente vollständig.
  • Verzichten Sie vor dem Termin auf Peelings, Solarium und intensive Sonnenbäder.
  • Nehmen Sie sich bei der Vorzeichnung Zeit und stimmen Sie erst zu, wenn die Form wirklich passt.
  • Fragen Sie nach Hygienestandards, verwendeten Materialien und dem geplanten Nacharbeitstermin.
  • Planen Sie die Abheilzeit ein und verzichten Sie in dieser Phase auf Sauna und Schwimmbad.
  • Lassen Sie sich die Pflegehinweise schriftlich mitgeben und halten Sie sich konsequent daran.

Häufige Fragen

Das Empfinden ist sehr unterschiedlich. Meist wird ein Kratzen oder Ziehen beschrieben, das durch ein oberflächlich wirkendes Betäubungsmittel gemildert wird. Sagen Sie während der Behandlung Bescheid, wenn es unangenehm wird, denn Pausen sind jederzeit möglich.

Das lässt sich nicht seriös vorhersagen. Hauttyp, Stoffwechsel, Sonneneinstrahlung und Pflege beeinflussen den Verlauf stark. Sicher ist nur, dass die Farbe nach und nach verblasst und eine Auffrischung nötig wird.

Unmittelbar nach der Pigmentierung ist die Haut gereizt und es liegt noch Pigment an der Oberfläche. Beim Abheilen bilden sich feine Schüppchen, mit denen ein Teil der Farbe abgeht. Das endgültige Bild zeigt sich erst nach vollständiger Abheilung und der Nacharbeit.

Das hängt von Farbe, Sättigung und Form der vorhandenen Pigmentierung ab. Manche Arbeiten lassen sich gut korrigieren, andere nur eingeschränkt. Eine verlässliche Aussage ist erst nach einer persönlichen Begutachtung möglich.

Sprechen Sie mit uns

Sie möchten wissen, ob ein Permanent Make-up für Sie infrage kommt. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei TAMEDES und lassen Sie sich in Ruhe und ohne Zeitdruck aufklären.

05173 / 302 21 31|info@tamedes.de

Weiterlesen