Entstauende Therapie
Manuelle Lymphdrainage in Uetze und Burgdorf
Sanfte Grifftechniken bringen gestaute Flüssigkeit in Bewegung und entlasten geschwollenes Gewebe.
Uetze 05173 / 302 21 31|Burgdorf 05136 / 92 23 955|WhatsApp|info@tamedes.de
Ein geschwollenes Bein am Abend, ein Arm, der sich nach einer Operation prall und schwer anfühlt, ein Knöchel, der über Wochen dick bleibt. Wenn Gewebeflüssigkeit nicht mehr ausreichend abtransportiert wird, staut sie sich und macht sich mit Spannungsgefühl, Schwere und eingeschränkter Beweglichkeit bemerkbar. Die manuelle Lymphdrainage setzt genau hier an und unterstützt den Abfluss dort, wo das Lymphsystem Hilfe braucht.
In unserer Praxis in Uetze und in Burgdorf arbeiten wir mit sehr sanften, rhythmischen Griffen, die die Haut verschieben und das Gewebe wie eine Pumpe anregen. Der Druck bleibt bewusst leicht, denn die zuständigen Gefäße liegen dicht unter der Haut. Weil die Entstauung nicht mit dem Ende der Behandlung aufhört, gehören Kompression, Bewegung und Hautpflege für uns von Anfang an dazu.
Die manuelle Lymphdrainage entfaltet ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit Kompression, Bewegung und sorgfältiger Hautpflege.
Der Leistungsumfang der Entstauung
Diese Bausteine gehören zu einer Behandlung und werden nach Befund und Verordnung zusammengestellt.
Befund und UmfangkontrolleWir beurteilen Hautzustand, Gewebekonsistenz und Umfang der betroffenen Region. So erkennen wir im Verlauf, wie gut die Entstauung anspricht.
Vorbereitung der AbflusswegeZu Beginn behandeln wir Hals, Rumpf und die zuständigen Lymphknotenregionen. Erst dann kann die gestaute Flüssigkeit tatsächlich abfließen.
Entstauung der betroffenen RegionMit sanften, rhythmischen Griffen führen wir die Flüssigkeit in Richtung der vorbereiteten Gebiete. Der Druck bleibt dabei bewusst gering.
Anlegen der KompressionIm Anschluss versorgen wir die behandelte Region mit Bandagen oder unterstützen Sie beim Anlegen Ihrer Versorgung. Damit bleibt das Ergebnis erhalten.
Entstauende BewegungsübungenSie lernen Übungen, die den Lymphfluss in der Kompression zusätzlich anregen. Wir üben die Ausführung gemeinsam, bis sie sicher gelingt.
Beratung zur HautpflegeGepflegte und geschmeidige Haut ist bei einem Ödem ein wichtiger Schutz. Wir besprechen, worauf Sie im Alltag achten und wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten.

So arbeiten wir
Wir beginnen mit einem Blick auf die gesamte Situation. Neben der Schwellung selbst interessieren uns die Vorgeschichte, bestehende Erkrankungen, zurückliegende Operationen und Ihre Kompressionsversorgung.
Während der Behandlung achten wir genau auf die Reaktion des Gewebes. Ein weiches, gut verschiebliches Gewebe braucht ein anderes Vorgehen als eine derbe, verhärtete Region.
Danach sprechen wir über den Alltag. Kompression, Bewegung und Hautpflege entscheiden darüber, wie lange die Entlastung trägt, und deshalb bekommen diese Themen bei uns denselben Stellenwert wie die Griffe selbst.
- Wir arbeiten mit leichtem Druck, weil die Lymphgefäße dicht unter der Haut liegen.
- Jede Behandlung beginnt mit der Vorbereitung der Abflusswege und nicht am geschwollenen Bereich.
- Wir stimmen unser Vorgehen auf Ihre Kompressionsversorgung ab.
- Sie erhalten Übungen, die den Abfluss auch zwischen den Terminen unterstützen.
- Bei Zeichen einer Entzündung oder einer unklaren neuen Schwellung bitten wir um ärztliche Abklärung.
Der Ablauf Ihrer Entstauungsbehandlung
Vom ersten Kontakt bis zur eigenständigen Weiterführung gehen wir in vier aufeinander aufbauenden Schritten vor.
1Termin und VerordnungSie vereinbaren einen Termin telefonisch, per Nachricht oder über die Online-Terminbuchung. Bringen Sie die ärztliche Verordnung und Ihre Kompressionsversorgung mit.
2Befund und AufklärungWir erheben den Ausgangszustand und erklären Ihnen, wie die Entstauung aufgebaut ist. Gemeinsam legen wir fest, welches Ziel im Alltag am meisten zählt.
3Behandlung und KompressionDie Termine verbinden die Griffe mit dem Anlegen der Kompression und mit entstauenden Übungen. Wir passen das Vorgehen an, sobald sich das Gewebe verändert.
4Verlauf und EigenprogrammWir vergleichen den Zustand regelmäßig mit dem Ausgangsbefund. Am Ende führen Sie ein Programm eigenständig weiter, das Sie sicher beherrschen.
Wie eine manuelle Lymphdrainage im Gewebe wirkt
Das Lymphsystem transportiert Flüssigkeit, Eiweiße und Abbaustoffe aus dem Gewebe zurück in den Blutkreislauf. Es besitzt keine kräftige Pumpe wie das Herz, sondern lebt von der eigenen Wandbewegung der Gefäße, vom Einsatz der Muskulatur und von der Atmung.
Mit kreisenden, schöpfenden und drehenden Griffen verschieben wir die Haut in Richtung der abflussfähigen Gebiete. Dieser Reiz regt die Eigenbewegung der Lymphgefäße an und leitet gestaute Flüssigkeit in Bereiche, die den Abtransport übernehmen können. Deshalb beginnt eine Behandlung fast immer am Rumpf oder am Hals und erst danach an der geschwollenen Region.
Sanfter Druck statt kräftiger Massage
Anders als bei einer klassischen Massage arbeiten wir mit sehr geringem Druck. Kräftiges Kneten würde die feinen Gefäße eher belasten als entlasten.
Die Reihenfolge der Behandlung
Bevor wir eine geschwollene Extremität behandeln, machen wir den Weg frei. Wir bereiten Hals, Bauchraum sowie die Achsel- und Leistenregion vor, damit die Flüssigkeit dorthin abfließen kann. Diese Reihenfolge ist kein Ritual, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Entstauung überhaupt gelingt.
Wann eine manuelle Lymphdrainage verordnet wird
Häufig geht es um ein Lymphödem, das nach einer Operation mit Entfernung von Lymphknoten oder nach einer Bestrahlung entsteht. Ebenso behandeln wir Schwellungen nach Gelenkoperationen, nach Brüchen und nach Verletzungen, sobald die Belastung ärztlich freigegeben ist.
Auch beim Lipödem gehört die Entstauung zum Behandlungsweg. Hier steht die schmerzhafte Vermehrung des Fettgewebes im Vordergrund, und die Behandlung zielt vor allem darauf, Spannung und Druckempfindlichkeit zu lindern sowie die Beweglichkeit zu erhalten.
Ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet die ärztliche Verordnung. Bei einer neu aufgetretenen, einseitigen Schwellung, bei Rötung, Überwärmung, Fieber oder Atemnot gehört die ärztliche Abklärung immer an den Anfang, denn dahinter können Ursachen stehen, die ein ganz anderes Vorgehen verlangen.
Nach Operationen und Verletzungen
Schwellungen nach einem Eingriff sind zunächst eine normale Reaktion des Körpers. Bleiben sie jedoch bestehen, behindern sie Beweglichkeit und Wundheilung.
Chronische Ödeme im Verlauf
Ein chronisches Ödem verlangt eine dauerhafte Strategie statt einer einmaligen Behandlung. Wir arbeiten deshalb in Phasen und stimmen die Termine mit Kompression und Eigenübungen ab. Ziel ist ein Zustand, den Sie im Alltag gut halten können.
Ein Baustein der komplexen Entstauungstherapie
Die Behandlung mit den Händen ist ein Teil der komplexen physikalischen Entstauungstherapie. Dazu gehören ebenso die Kompression, entstauende Bewegungsübungen und eine sorgfältige Hautpflege. Erst das Zusammenspiel dieser Bausteine hält das Ergebnis über den Tag hinaus.
Ohne Kompression fließt die entstaute Flüssigkeit häufig rasch zurück. Bandagen oder eine angepasste Versorgung halten den Erfolg, und Bewegung in der Kompression verstärkt die Wirkung zusätzlich, weil die Muskulatur das Gewebe von innen bearbeitet.
Wir zeigen Ihnen einfache Übungen, die den Abfluss unterstützen, und besprechen, wie Sie Ihre Haut geschmeidig halten und kleine Verletzungen vermeiden.
Kompression im Alltag
Eine Kompressionsversorgung wirkt nur, wenn sie richtig sitzt und regelmäßig getragen wird. Wir besprechen mit Ihnen, worauf Sie beim Anziehen achten und wann Sie Druckstellen ernst nehmen sollten. Bei Fragen zur Versorgung selbst verweisen wir Sie an die verordnende Praxis und an Ihr Sanitätshaus.
Bewegung und Atmung
Bewegung ist eine der wirksamsten Hilfen für den Lymphfluss. Schon ruhiges Gehen, ein regelmäßiges Wippen mit den Füßen und eine bewusste tiefe Bauchatmung unterstützen den Transport.
Was Sie während und nach der Behandlung erwartet
Sie liegen bequem und warm, meist auf dem Rücken, und die Behandlung verläuft sehr ruhig. Viele Menschen empfinden die gleichmäßigen Griffe als angenehm entspannend und werden dabei müde.
Im Anschluss melden sich häufig ein verstärkter Harndrang und ein leichteres Gefühl in der behandelten Region. Wenn eine Kompression verordnet ist, legen wir sie direkt nach der Behandlung wieder an.
Wie stark und wie lange die Entlastung anhält, hängt von der Ursache der Schwellung, vom Zustand des Gewebes und von der konsequenten Kompression ab. Wir versprechen kein bestimmtes Ergebnis, sondern beobachten den Verlauf gemeinsam mit Ihnen und passen das Vorgehen an.
Abgrenzung, Voraussetzungen und häufige Fehler
Eine manuelle Lymphdrainage ist keine Massage und auch keine Behandlung zur Gewichtsabnahme. Eine Massage arbeitet mit deutlich mehr Druck auf Muskulatur und Bindegewebe, während wir sehr fein an der Haut arbeiten.
Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung. Sinnvoll ist außerdem, dass die Ursache der Schwellung geklärt ist. Es gibt Situationen, in denen eine Entstauung nicht angezeigt ist oder ärztlich abgestimmt werden muss, etwa bei einer akuten Entzündung im behandelten Gebiet, bei einer bestehenden Thrombose oder bei einer schweren Herzschwäche. Wir fragen deshalb vor jeder Behandlungsserie nach Ihren Vorerkrankungen.
Der häufigste Fehler im Verlauf ist der Verzicht auf die Kompression zwischen den Terminen. Eine Behandlung kann viel bewegen, doch ohne Gegendruck füllt sich das Gewebe schnell wieder.
Für die Entscheidung hilft ein einfacher Blick auf den Verlauf. Wenn eine Schwellung über Wochen bleibt, morgens besser und abends deutlich schlechter ist oder wenn Kleidung und Schuhe plötzlich drücken, lohnt sich das Gespräch in der ärztlichen Praxis über eine Verordnung. Steht die Ursache fest, ist die Entstauung ein gut planbarer Weg, Beschwerden im Alltag spürbar zu verringern.
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